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Jedes Semester aufs neue.

Lernen ist doof.

Ich hab keine Lust mehr.
Ich hasse die Japaner dafür, so viele Managementkonzepte erfunden zu haben die blöde japanische Namen tragen und lernfreundlicherweise auch noch alle irgendwie identisch sind.
Musste nur mal gesagt werden.

Und falls ihr lachen wollt-
Wir haben mal wieder Blind Booking gemacht.
Wo wir hinfliegen werden?

Athen, Lissabon, Mailand, Zürich, Wien…

Quatsch!

DRESDEN!

Nordstadt live

So, also ich bin ja einiges gewöhnt von unserer Nordstadt, aber das heute nachmittag bzw. früher abend war schon echt dreist.
Ich komm vom Einkaufen zu unserer Haustür, bin da am Schlüssel rausfummel, kommen zwei mittelalte Türkentypen mit Kippe im Hals daher, gehen an den parkenden Autos vorbei. Tippt der eine plötzlich den anderen an die Schulter, dreht sich zu nem Auto, öffnet Kofferraum. Beide räumen komplett den Inhalt aus. Der Eine is noch eifrig dabei, der andere checkt, ob die Beifahrertür aufgeht und als dies nicht der Fall ist, schaut er durch die Scheibe, ob’s sich lohnt, durch den Kofferraum rein zu klettern. Ich steh die ganze Zeit zwei Meter daneben vor der nun offenen Haustür, merke, dass ich starre und ziehen mich langsam und leise zurück. Auf der ganzen Straße wimmelt es von anderen Türken/Griechen und sogar ein zwei Nicht-Türken/Griechen. Doch keiner guckt. Ich schließe leise die Tür, red mir ein, dass den Beiden das Auto gehört und gehe in die Wohnung mir mein Essen kochen.

Lena hatte wohl Recht, als sie mir den Zettel mit der Aufschrift “DU OPFA,ALTA!” an meinen Spiegel geklebt hat.

Hurricane 2009. Sonntag, Green Stage, 21.30 Uhr vorne im Pit. Ein schwarzer Vorhang mit der Aufschrift “Achtung Jazz” ist das einzige, was den Blick auf die Bühne verhindert. Der Himmel ist blau, Rebell, Ignorama, Deine Schuld, Breit, 1/2 Lovesong, Westerland…. Ist das alles? Zu spät! Neben mir wird geschrieen: “Farin, ich will ein Kind von dir!”. Ich schreie: “Bela, ich will ein Drum Stick von dir!” Beide werden nicht erhört.

Lasse Reden, Schrei nach Liebe, Unrockbar und Pro-Zombie. Die Ärzte rufen zu einer Spendenaktion auf, setzen sich Helme auf, nehmen Besen in die Hand und auf Kommando fliegen eine geschätze Million Becher auf die Bühne. Ich hab mir auch einen Helm gewünscht, mit Selbstverteidigung kommt man da nicht weit. Und während ich mir so einen Helm wünschte und ganz nebenbei auch schon einen von Belas Drum Sticks an meinem Kopf spürte, spürte ich erst einmal etwas anderes; und zwar EINEN VERFICKTEN SCHEIß BECHER, DER MICH AN MEINEM VERKACKTEN AUGE GETROFFEN HAT UND MICH DAZU ZWANG AUS DIESER BEHINDERTEN MENGE ZU STRÖMEN DAMIT MICH EIN GOTTVERDAMMTER SECURITY-MAN ÜBER DIESES VERSCHISSENE GITTER HEBT UND MICH EINEM ELENDIGEN SANITÄTER ÜBERGIBT DER MICH IN DIESES FUCKING SANITÄTSZELT BRINGT IN DEM ICH DANN MIT SCHEIß BEKLOPPTEN ANDEREN IDIOTEN RUMSITZEN MUSS, NUR WEIL DIESE VERKACKTEN BECHER EINE VERFICKTE PLATZWUNDE HERVORGERUFEN HABEN AUS DER AUCH NOCH UNGLAUBLICH BESCHISSENES BLUT SCHOSS.

Farin: ” Ja, so macht Spenden Spaß, oder?”  JA MAN, BLUT SPENDEN ODER WAAAS????

Und so wie ich mit dem Polizeiauto und Begleitschutz durch London fuhr, fuhr ich mit dem Krankenwagen, Blaulicht, Sirene und dem Aufforderungsspruch “Bitte eine Rettungsgasse bilden” über den Backstage-Bereich des Festivalgeländes. Kann auch nicht jeder von sich behaupten.

Und als Entschädigung will ich jetzt nicht mehr nur nen Drum Stick von Bela B., sondern auch ne Privataudience von der Besten Band der Welt in meinem Wohnzimmer! So, BelaFarinRod-Es gibt nur einen Gott, du weißt, was du zu tun hast!

Wie ich mich fühle?
Ausgeraubt!

Ausgeraubt ist unser neuer Running-Gag, auch wenn es eigentlich äußerst unlustig ist. Man kann gar nicht glauben, wie viele Witze man über sich selbst machen kann, nachdem einem einfach mal alles geklaut wurde.

Aber von vorne.

Saskia, Tanja und ich flogen also nach London. Flug billig dank Blind Booking, Hostel ganz billig gefunden im Londoner Stadtteil “Peckham”.
Erste grandiose Neuigkeit- Die U-Bahn streikt mal wieder!
Konsequenz: Wir enden zwar irgendwo in Peckham, aber nicht da, wo wir hinmüssen. Und wir erkennen: Peckham ist ein fucking Ghetto! (”Fucking” wurde Schlagwort Nummer zwei unseres Trips)
Wir waren die einzigen weißen, die Häuser waren, naja, interessant; auf der Straße liefen Menschen rum die entweder total stoned waren oder so aussahen, als könnten sie dich mit ihrem Tascheninhalt stoned machen.
3 kleine, deutsche Mädels laufen also um 22 Uhr durch Peckham und suchen ihr Hostel. Interessanterweise kannte es niemand. Nach stundenlangem suchen  finden wir eine Polizeiwache und fragen nach. Mysteriöserweise wissen die sofort, welches Hostel wir meinen.
Wir denken uns nichts dabei, bedanken uns brav und landen 20min später tatsächlich in “Peckham Lodge”.

Vielleicht hätten uns Internet-Bewertungen wie diese stutzig machen müssen… “Dies muss das schlimmste Hotel ist, in dem ich je übernachtet habe.” …. “This has to be the worst hotel i have ever visited or stayed at. The staff are rude. The rooms are disgusting and are reminiscent of seedy red light district hotels.” …. “Das Hotel verdient noch nicht mal einen halben Stern. Es war einfach nur schrecklich.” und so weiter.

Das einchecken gestaltete sich als sehr komplex, da die beiden Mitarbeiter kaum Englisch sprachen. Sehr wahrscheinlich waren sie auch einfach total bekifft, falls wir ihre Pupillen richtig gedeutet haben.

Irgendwann kommen wir also auf unser Zimmer… Kein Luxus, aber okay. Haben ja auch nicht viel erwartet. Schnell Sachen aufs Bett geworfen, Fertig gemacht und ab geht’s! Schnell zur Rezeption und gefragt, wo die Busse Richtung Camden fahren, ein paar schöne Stunden in London Downtown, auch wenn die Pubs mal wieder alle schon geschlossen hatten. Immerhin haben wir n paar lustige Menschen kennengelernt.

Gegen 3 Uhr kommen wir zurück. Fix und fertig, freuen uns aufs Bettchen. Schließen mit der Chipkarte unser Zimmer auf und merken sofort… Scheiße. Hier stimmt was nicht! Ganz und gar nicht!
Saskia Rucksack liegt leer auf dem Boden. Tanjas Tasche ist ganz weg. Mein Rucksack und einiges was daneben lag ist weg.

PANIK!

Wir zur Rezeption, drei panische Mädels stammeln also nun, dass die bestohlen wurden. Was machen die Rezeptionisten? “Oh… well… hmf… Are you sure?” Igendwann geht einer mal mit gucken, wirft uns noch dezent vor, das könnte alles gar nicht stimmen.
Zurück zur Rezeption. Wir bestehen darauf, dass die Polizei gerufen wird. Rezeptionist geht nach einigem hin und her in einen Nebenraum. Kommt irgendwann wieder, wir sollten doch mal wenn wir Lust haben zur Wache laufen.

Währenddessen habe ich die Videoüberwachung bemerkt, frage ob er nicht schnell die Bänder checken kann. Immerhin zeigt eine direkt auf unsere Zimmertür. Es folgt eine Minute komischer, unverständlicher Ausreden.

Nun gut, wir drei laufen also Nachts durchs Ghetto, 20min zur Police Station. Wo diese ist wissen wir ja zufälligerweise. Von zwei netten Polizistinnen werden wir erstmal ein bissl bemuttert und beruhigt, der Fall wird aufgenommen und wir bekommen ein paar nette Informationen.

So wohnen in Peckham Lodge nicht nur Touristen, sondern auch jede Menge Kriminelle. Unser Fall ist einer von unzähligen. Und der Hosteltyp hat NICHT bei ihnen angerufen, während er im Nebenzimmer war. Offensichtlich haben die alles versucht, um einen Kontakt zwischen uns und der Polizei zu vermeiden.

Mit den neuen Informationen haben wir nun also richtig Angst, zurück zum Hostel zu gehen und unsere handvoll restlichen Dinge zu holen. Das wir die Nacht nicht dort verbringen war uns sofort klar.
Also werden wir im Polizeiauto zurück zum Hostel gefahren, gehen mit 2 Polizisten in unser Zimmer, holen unsere Sachen und verbringen die Nacht im Flur der Peckham Police Station.

Uns ist so ziemlich klar, dass die Leute vom Hostel unsere Sachen geklaut haben. Wer sonst hatte den Schlüssel, die Information das wir ein paar Stunden weg sind und so weiter und so fort. Die Polizei hat uns das auch schon mehr oder weniger unter der Hand bestätigt.
Insgesamt für uns drei ein Schaden von ca. 900 €.
Und einen versauten Kurzurlaub.

Und jetzt ist auch noch jeglicher Witz und Ironieanteil, mit dem ich diesen Bericht würzen wollte, verloren gegangen.

Aber ich hoffe einfach mal, dass irgendjemand sich diesen Bericht durchliest, bevor er da n Zimmer mietet und sich daran hält:

!!!!!!!!!! NEVER STAY AT PECKHAM LODGE !!!!!!!!!!!!


WG-Wohnzimmer, 15 Uhr:

P1: Boa, ich hab Lust wegzufahren, einfach weg. Haste Bock auf Berlin nächstes langes Wochenende?

P2: Jaaa, ich auch. Komm, lass uns ganz spontan irgendwo hinfahren.

P1: Ja, Hamburg oder so wär auch geil.

P2: Auja, lass ma direkt nachgucken, obs noch nen Dauer-Spezial gibt.

(…) Dauerspezial gibts nicht mehr. Aufgrund des Störenfrieds Uni wird die weitere Recherche für ca. 2 Stunden auf Eis gelegt. Direkt danach werden P1 und P2 natürlich ratzfatz wieder aktiv.

P1: Oder sollen wa jetzt auch ein Blind Booking machen? (Es steht noch ein Blind Booking Geburtstaggeschenk aus, deswegen “jetzt auch”)

P2: Ja klar, lass machen. Was nehmen wa? Metropolen Westeuropa? Boa hoffentlich kommen wir dann nicht nach London, da war ich schon oft genug. Ach und wir können P3 noch fragen, ob sie mit will.

P1: Ja gut Idee, frag sie mal. Ach, wir kommen schon nicht nach London, sind doch voll die geilen Städte dabei: Rom, Wien, Dublin, Barcelona, Berlin, Lissabon, Stockholm, Reykjavik….

(…) P3 hat in der Zwischenzeit Begleitinteresse ausgesprochen und uns zur Buchung aufgefordert.

P2: Ey komm, lass sofort buchen.

P1: Jaaa, aber lass ma Zürich rausstreichen, da hab ich kein Bock hin.

P2: Ey ne, das kostet 5 Euro pro Person. Und ich will lieber nach Zürich, als mal wieder nach London.

P1: Ach komm schon, ich will nicht nach Zürich, lass uns das rausstreichen.

P2: Nagut. Boa hoffentlich kommen wir in ne coole Stadt und kriegen nen geilen Flug. Nicht, dass wir son scheiß Flug kriegen, abends hin und am nächsten morgen wieder zurück, das lohnt sich ja nicht.

P1: Ja, das ist die Gefahr dabei, aber glaub ich nicht. Komm, klick auf buchen.

(..) Formalien werden ausgefüllt, “Buchen-Button” wird geklickt, Bearbeitungsbalken wird angezeigt, Aufregung steigt, WG-Wohnzimmer, 19.00 Uhr, Anzeige erscheint:

Flug: 11.06.2009 | Flugnummer 4U 0356:

Start: 19:15 Köln-Bonn Landung: 19:30 London-Stansted

Flug: 12.06.2009 | Flugnummer 4U 0359:

Start: 15:10 London Stansted Landung : 17:30 Köln-Bonn

(…) Reaktionsspektakel deluxe! (vor allem bei P2….)



Ich in der Küche in Soest.

Herd ist an.
Gasherd, mit Flamme und so.

Ich hab nen schicken Schal um, mit tollen Fransen.

Also koche ich, koche ich, koche so vor mich hin…

Auf einmal wird ganz schön warm.
Und es riecht so komisch.

Nichts bei gedacht.

Hm, wird immer wärmer.

Guck mal an mir runter…

VERDAMMTE SCHEIßE; MEIN SCHAL BRENNT JA LICHTERLOH!

Nachdem ich mich aus der Flammenhölle gerettet habe (heldenhaft!), das Feuer gelöscht ist und ich mich vergewissert habe, keine schweren Brandverletzungen davongetragen zu haben, sehe ich meine Familie in der Küchentür.

Und was machen die?
Die lachen mich aus!

Pah.

Saskia and Lena proudly present…

A

Arnim, der / Beispielsatz: “Na dit is ma n Arnim!”. Siehe auch Fotos bei Artikel: http://nordstadtrocker.wordpress.com/2008/11/02/alles-nur-ein-traum-oh-gott-bitte-nicht/

ALTER! / Universalfüllwort. Sowohl am Ende als auch am Anfang eines Satzes. Oder mittendrin.

Anschwabbeln, das / Körperkontakt zu schwabbeligen Mugeln (siehe auch: Mugel). Echt ekelig in engen Vorlesungsräumen, Flugzeugen und S-Bahnen. Bäh!

B

Burger? / Beispielsatz: “Jetzt n Burger!”. Hauptsächlich nachts und alkoholisiert. Im allgemeinen zur Katervorbeugung. Max. 1€ und 3 Burger pro Person.

Brombeerwein, der / Lecker! Nahrungsergänzungsmittel. Je nach Verkäuferin auch für 99 Cent statt 2,29€ zu haben. Macht blaue Lippen. Aber macht nichts. Denn hinterher is eh alles blau… (Schlechter Wortwitz, ja)

C

Chillen / Siehe Prokrastination. Einfach ma nix tun.

Chilaxen / Steigerung vom Chillen. Einfach mal GAR nix tun. Macht Spaß.

Campus Total / 2 mal pro Jahr, Campusparty mit Bands. Wir gehören prinzipiell zum Programm, da wir uns jedesmal an eine beliebig ausgewählte Band anhängen und Groupie spielen. Leider bisher nur schlechte Bands.

D

Doppelkinn, das / Treuer Begleiter auf Partyfotos. Verschiedene Vermeidungstaktiken in der Erprobung.

E

Ernst des Lebens, der / Noch in Arbeit.

F

Flunkyball / Einzige sportliche Betätigung. Sportliches Trinken. Niemals mit Krombacher oder einer Bier-Wein-Mischung. Weltbeste Kapitänin: Saskia H.

G

Ghetto-Netto / Schließt um 19:30 Uhr. Schokoladenhunger kommt immer um 19:31 Uhr. Der Supermarkt mit der coolsten Zielgruppe, dem schimmeligsten Gemüse und dem coolsten Filialleiter. Herr Sommer*, unser Hero! (*Name geändert)

GEZ / Siehe: VSR

H

Horst Evers, der / Gott der Prokrastination, Begründer unseres Lebensstils. Siehe: http://www.amazon.de/exec/obidos/search-handle-url?%5Fencoding=UTF8&search-type=ss&index=books-de&field-author=Horst%20Evers

Hubi, der / Dortmunder Allgemeinmediziner und Märchenonkel. Schreibt Atteste für Klausuren und empfiehlt Punkkonzerte zur Genesung. Toller Typ!

Hunten, das / Siehe Upforken. Wort nicht mehr gebräuchlich.

Hurricane, das / 3 dreckige Tage pro Jahr. Angeblich spielen auch gute Bands. Wahrnehmung reicht selten bis außerhalb des Zeltplatzes.

I

J

K

Karte, die / Beispielsatz: “Oh, 1,99€? Kann ich das mit Karte zahlen?”

Känguru, das / Vorbild. Pflicht-Klolektüre. Siehe: http://www.amazon.de/Die-K%C3%A4nguru-Chroniken-Ansichten-Beuteltiers/dp/3548372570/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1242647892&sr=8-1

L

M

Mitten im Leben / Vormittags auf RTL. Unterschichten-TV deluxe. Teilweise als Problemlösung für alles in Betracht gezogen.

Mugel, die / Menschliche Kugel. Dick. Wir nähern uns dem an.

Mohne, die / Menschliche Bohne. Dünn. Schön wär’s….

N

Nougat Bits, die / Grundnahrungsmittel. Führen zur Vermugelung (siehe: Mugel). Verursachen Schokoklopps im Magen.

NiRaPa / Lang: Nicht ins Raster passen. Grund der Aussortierung beim Upforken oder Hunten. Siehe auch Zielgruppenproblem. Typische NiRaPa: Mugels, Bling-Bling-Kerle, Emos, Alte, prinzipiell alles mit einer Abweichung >0,5 von Arnim (siehe: Arnim)

O

P

Partielle Adipositas, die/ Schlimme Krankheit, an der wir leiden. Betrifft häufig Hüften, Hintern, Bauch und Kinn. Verursacht zum Teil durch Nougat Bits und Burger. Verursacht u.a. Zielgruppenproblem. Welch ein Teuelskreis…

Peter Zwegat, der / RTL-Schuldenberater. Unser Finanzhero. Wenn das Bafögamt eines Tages klingelt, muss er wohl kommen. Seine Stimme hört man manchmal im Unterbewusstsein, wenn man bei H&M an der Kasse steht.

Pesel, der die das / Tollste da einzige Kneipe in Soest. Ort unserer Jugenderinnerungen. Leider jetzt von kleinen Emos bevölkert. Schade drum.

Prokrastinieren / Lieblingsbeschäftigung. Siehe auch chillen und chillaxen.

Q

R

S

Schnotze / Universalschimpfwort

Spoonen / Ja… Fragt Saskia. Siehe Abforken.

Starbucks / Dieses Unternehmen fördern wir im Rahmen der Wirtschaftskrise ausdrücklich durch hohen Kaffekonsum. Auch hier hört man Peter Zwegats Stimme im Background. Geile Preise! So Studentenfreundlich…

T

U

Upforken /Wörtlich übersetzt: Aufgabeln. Tun manche im Silent Sinners. Passiv: Upgeforkt werden.

V

Verchillt / Beispielsatz: “Dat hab ich jetzte irgendwie verchillt.” Verchecken von Dingen durchs chillen. Häufig. Leider.

VSR, der / HURENSÖHNEÄRSCHEDUMMEVOLLIDIOTEN!!!! Niemals drauf reinfallen! Nix da guter Zweck! Andere Verwendung: Universalschimpfwort

W

X

Y

Z

Zielgruppenproblem, das / Ähnlich wie NiRaPa. Philosophisch ausgedrückt: Wir werden von der falschen Zielgruppe angesprochen, die richtige Zielgruppe hat aber uns als NiRaPa. Ethisches Problem, das oft diskutiert wird. Siehe dazu auch: Brombeerwein.

Es regnet. Natürlich. Es ist so ein Regen, den man erst bemerkt, wenn man durchnässt ist. Der Zug kommt zu spät. Ein Mann steht von der Bank am Gleis auf, holt mit dem Fuß aus und kickt eine Taube – pock – zwei Meter weit auf’s Gleis – klatsch. Tja, Taube, näher dich keinem Pendler, dessen Bahn Montag morgens Verspätung hat. Alle zünden sich eine Kippe an. Ich nicht, bekomme auch schon so genug Rauch für mindestens 30 Jahre früheren Tod in die Lungen. In der Bahn setzt sich ein 1 €-Jobber vor mich. Er stinkt, hat zerissene Klamotten und spielt mit seinem iPhone. Neben mir ein Türke, der sich lautstark darüber auslässt, warum gerade er aufstehen sollte, um einer alten Dame den Platz anzubieten, wenn es doch auch kein anderer macht. Woraufhin sein Kumpel sagt: Weil du so eine soziale Ader hast, und laut lacht. Als ich in der Uni ankomme, regnet es immer noch und weil ich mir vom Wetter nichts vorschreiben lasse, lasse ich meinen Schirm zu. Nach vier Stunden einlullende Vorträge, will ich mir das erste Mal in meinem Leben etwas aus diesen gruseligen Automaten mit den Spiralen holen. Geld rein, Nummer gewählt, Spirale dreht sich, KitKat verhakt sich, Julia ärgert sich. Dann halt nicht. Woher weiß alles, sogar ein Automat, wann Montag ist? Der Essensautomat hat’s auf jeden Fall dem Kaffeeautomaten verraten, der gibt nämlich nur lauwarmes Wasser. In der nächsten Vorlesung sitzt neben mir einer, der fragt, warum das Licht so flackert. Es flackert nicht. Er scheint sehr nervös zu sein. Scheiß Naturwissenschafts-Junkie. Wer weiß, was die sich in ihren Laboren reinziehn. In der Übung merke ich, dass ich meinen Referatspartner doch nicht nach Sympathie, sondern nach Kompetenz hätte auswählen sollen. Ein Wacken-Armband verheißt eben doch nicht immer einen schlauen, weil rebellischen Kopf. Jetzt weiß ich’s. Aber besser als der bekiffte Summer Jam-Besucher vor mir. Der spielt die ganze Zeit Wackel-Dackel, wahrscheinlich weil das Hirn so schön nachschaukelt, wenn man anhält. Der würde auch versuchen, mit der Zunge an seinen Ellbogen zu kommen. Ich denke, mit genau dieser Aufgabe werde ich mein Referat in diesem Kurs beenden, und während sich alle den Arm verdrehen und die Zunge rausstrecken, packe ich meine Sachen zusammen und verlasse den Raum.
C’EST LA VIE, MES AMIE…

In meinem Studium bin ich mittlerweile an einem Punkt angekommen, an dem ich mich immer wieder frage, wieso wir keine Durchfallquote haben. Sollte es die nicht eigentlich immer geben? Wenn ich mir so ansehe, wie einige studieren bzw. meinen sie würden studieren, schlage ich wirklich die Hände über dem  Kopf zusammen bei dem Gedanken, dass diese auf den Arbeitsmarkt gelassen werden.

Heute beuschte ich eine Blockveranstaltung “Psychodrama als Methode der Beratung”. Der Titel zeigt also ganz offensichtlich, dass uns eine von vielen Methoden vorgestellt werden soll. Wir bekamen 3 Stunden am Stück völligen Quatsch zu hören, philosophisches Geschwafel ohne auf den Punkt zu kommen. (Das soll kein Angriff auf die Philosophie sein, aber meiner Meinung nach ist diese in den Angewandten Sozialwissenschaften nicht sonderlich brauchbar.)

Es sollte also um eine Methode der Beratung gehen. Es sollte. Eigentlich. Sozialpädagogen-Poker. Im Poker kannst du nur gewinnen oder verlieren. Ich nehme an mehr als 2/3 des Kurses haben aus reiner Unmotivation, Faulheit und vielleicht auch mangelnder Intelligenz verloren. Ungefähr 5 Leute dieses Kurses (mich inbegriffen) stellten diese Methode in Frage.  Wir ignorierten die Stöhngeräusche, das Augenverdrehen und am Kopf kratzen der Anderen, denn wir haben kritisch hinterfragt, was sich auch letztendlich ausgezahlt hat. Denn wir lassen uns nichts eintrichtern, von dem wir nicht überzeugt sind und niemand verlangt  von uns Methoden anzuwenden, denen wir nicht zusagen.

Ich frage mich, wieso viele Leute einfach alles schlucken, was man ihnen erzählt. Wenn ich aus einem Grundinteresse heraus einen Studiengang  wähle, dann leg ich zumindest etwas Wert darauf nicht manipuliert zu werden. Und wenn ich etwas kritisch hinterfrage kann ich zumindest davon ausgehen, das ich ein Grundverständnis habe, denn wie war das noch gleich: Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom?!

Guru Saskia erklärt die Welt.

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