In meinem Studium bin ich mittlerweile an einem Punkt angekommen, an dem ich mich immer wieder frage, wieso wir keine Durchfallquote haben. Sollte es die nicht eigentlich immer geben? Wenn ich mir so ansehe, wie einige studieren bzw. meinen sie würden studieren, schlage ich wirklich die Hände über dem Kopf zusammen bei dem Gedanken, dass diese auf den Arbeitsmarkt gelassen werden.
Heute beuschte ich eine Blockveranstaltung „Psychodrama als Methode der Beratung“. Der Titel zeigt also ganz offensichtlich, dass uns eine von vielen Methoden vorgestellt werden soll. Wir bekamen 3 Stunden am Stück völligen Quatsch zu hören, philosophisches Geschwafel ohne auf den Punkt zu kommen. (Das soll kein Angriff auf die Philosophie sein, aber meiner Meinung nach ist diese in den Angewandten Sozialwissenschaften nicht sonderlich brauchbar.)
Es sollte also um eine Methode der Beratung gehen. Es sollte. Eigentlich. Sozialpädagogen-Poker. Im Poker kannst du nur gewinnen oder verlieren. Ich nehme an mehr als 2/3 des Kurses haben aus reiner Unmotivation, Faulheit und vielleicht auch mangelnder Intelligenz verloren. Ungefähr 5 Leute dieses Kurses (mich inbegriffen) stellten diese Methode in Frage. Wir ignorierten die Stöhngeräusche, das Augenverdrehen und am Kopf kratzen der Anderen, denn wir haben kritisch hinterfragt, was sich auch letztendlich ausgezahlt hat. Denn wir lassen uns nichts eintrichtern, von dem wir nicht überzeugt sind und niemand verlangt von uns Methoden anzuwenden, denen wir nicht zusagen.
Ich frage mich, wieso viele Leute einfach alles schlucken, was man ihnen erzählt. Wenn ich aus einem Grundinteresse heraus einen Studiengang wähle, dann leg ich zumindest etwas Wert darauf nicht manipuliert zu werden. Und wenn ich etwas kritisch hinterfrage kann ich zumindest davon ausgehen, das ich ein Grundverständnis habe, denn wie war das noch gleich: Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom?!